Einer liebt immer mehr #2

IMG_1103Im zweiten Teil meiner Erkenntnisse zu „Einer liebt immer mehr“ möchte ich etwas genauer auf die Ursachen der so genannten „Liebessucht“ eingehen. Das Problem mit den Gefühlskrüppeln, denen wir immer wieder begegnen und die wir so „ungewollt“ anziehen, liegt nämlich in uns! Das Problem liegt nicht in den ausgewählten Partnern, sondern in uns selbst.

„Was hat es denn bitte mit mir zu tun, dass ich ständig an bindungsunfähige Männer gerate“. Die Lösung liegt näher als gedacht.

Die Männer die du dir suchst haben nämlich exakt die gleichen Bindungsängste wie du auch. „Ich habe doch keine Bindungsängste“, „Ich will nichts sehnlicher als eine feste und liebevolle Beziehung voller Zuneigung und Nähe“, sagst du. Das denkst du doch, habe ich Recht?

Die Frage die du dir stellen solltest lautet: Warum suche ich mir DANN immer die Sorte Mann, die ein emotionaler Volllaffe ist und schon beim Wort Nähe die Flucht ergreift?

Ganz einfach, du hast selbst ein Problem mit Nähe!

Du weißt vielleicht noch nichts davon, aber deine Männerwahl wird von DEINER Bindungsangst beeinflusst. In der Auswahl deiner emotionalen Krüppel kannst du nämlich sicher sein, dass dir diese Sorte Mann niemals zu nahekommen wird. Du musst dich gar nicht voll und ganz auf jemanden einlassen, obwohl du doch behauptest es sei dein sehnlichster Wunsch. Du gehst noch immer davon aus, dass die größte deiner Ängste die Angst vor dem Verlassen werden ist. Deine unbewusste Angst ist jedoch, dass dir jemand zu nahekommen könnte. Während du denkst, dass du nach einer festen Bindung suchst, gehst du in Wirklichkeit laufen, wenn sie dir jemand auf dem Silbertablett anbietet. Du wüsstest nicht, wie du damit umgehen sollst. Du erinnerst dich doch sicherlich noch an diesen netten, tollen Typ, der dir sooooooo viel Zuwendung und Liebe gegeben hat. Warst du nicht die Person, die sich plötzlich so unwohl gefühlt hat, die sich überrannt und eingeengt gefühlt hat und das Weite ergriffen hat? Ertappt!

Da sind sie, die zwei Ängste, die unser Liebesleben so selbstzerstörerisch werden lassen. Zum Einen die bewusste Angst vor dem Verlassen werden, zum Anderen die unbewusste Angst vor zu viel Nähe. Du willst unbedingt eine feste Liebesbeziehung und kannst dann zu viel Nähe nicht mehr aushalten (wenn auch unbewusst).

Sehr gut, wir haben also jetzt herausgefunden warum du dir immer einen Partner suchst, der dir diese stabile Nähe garantiert nicht geben kann.

Du glaubst mir nicht? Dann erinnere dich doch daran wie deine letzte „Beziehung“ zu einem Mann gelaufen ist.

Du hast Horst kennengelernt. Seine unnahbare Art hat dich unfassbar angezogen. Er hatte natürlich das „gewisse Etwas“, war „der Eine“. Horst gefällt es, wie du ihn anhimmelst. Sein Ego steigt ins Unermessliche und er hat sich noch nie so wertvoll gefühlt. Dir reicht es plötzlich nicht mehr ihn nur leise anzuhimmeln, du willst ihn öfter sehen uns stellst Forderungen, versuchst ihn zu verändern. Er zieht sich zurück und plötzlich sind ihm alle anderen Dinge wichtiger als DU. Das verletzt dich, du fühlst große Zurückweisung. Doch statt zu gehen, fängst du an zu klammern. Dein Stolz meldet sich irgendwann zu Wort und du verbietest dir, ihm nachzurennen. Nein, du hast dir eine viel tollere Taktik ausgedacht. „Tja, ich melde mich jetzt eine Woche nicht, dann sieht er was er davon hat“, denkst du. Es fällt dir furchtbar schwer diesen Plan durchzuhalten, doch du schaffst es. Horst findet dein Verhalten plötzlich komisch und startet den zaghaften Versuch eines Lebenszeichens bei dir. Auf deinem Handy ploppt eine SMS auf: „Hallo, wie geht es dir? Gruß, Horst“. Naja gut, dieser Kontaktversuch ist nicht ganz der den du dir erträumt hattest, aber es ist ein Zeichen. Päääääääääääääng! Du bist wieder auf den Zug aufgesprungen und fährst mit voller Geschwindigkeit gegen eine Mauer. Natürlich bist du auf den Zug aufgesprungen, denn du hattest ja nicht wirklich vor dich zurückzuziehen. Das war ja alles taktisch geplant. „Er vermisst mich und hat erkannt, dass er mich braucht“, denkst du. Schon fließen alle deine Energien wieder in dein wichtigstes Projekt – Horst. Und was macht der (Voll-) Horst? Er ist so erschrocken über diese Nähe, dass er erneut anfängt sich davor zu verstecken. Er weiß ja, dass er das alles nicht erfüllen kann und will. Ein Teufelskreis! Du heulst die Kissen voll, bist mal wieder abserviert worden und verstehst mal wieder die Gründe dafür nicht. Du konntest wieder nicht erfahren wonach du eigentlich suchst – dieser Liebe.

Und jetzt wird es interessant. Horst und du habt nämlich beide Ängste. Du, die Angst vor dem Verlassen werden und Horst die Angst vor Nähe. In eurem Unterbewusstsein ist das jedoch gegenteilig der Fall. Unterbewusst leidest du an der Angst vor Vereinnahmung und Nähe und Horst kann die Angst vor dem Verlassen werden nicht aushalten. Gleiche Angst, nur auf anderen Ebenen.

Ihr sucht euch also ganz BEWUSST gegenseitig aus. Warum? Na, weil ihr keine Bedrohung für den Anderen und eure unterbewussten Ängste darstellt. Du weißt, dass Horst dir niemals zu nahkommen wird und Horst weiß, dass du ihn niemals verlassen würdest. Warum ist das so?

Nach langer Recherche habe ich einen auslösenden Faktor dafür gefunden. Er liegt in uns. In unserem inneren Kind. Je mehr Leid unsere Kindheit mit sich brachte, desto stärker ist der Drang diesen Schmerz erneut erleben zu müssen. Du willst diesen Schmerz endlich überwinden.

In unserer Kindheit kann es zu verschiedensten schmerzlichen Erfahrungen gekommen sein. Das kann eine schlimme Kindheit im Elternhaus sein (Alkoholismus, Gewalt, Missbrauch…), aber auch Erfahrungen mit Freunden, oder andere traumatische Erlebnisse die nicht in direktem Zusammenhang mit der Familie stehen müssen.

Dieses individuelle traumatische Erlebnis schreit jetzt danach geheilt zu werden. Unser inneres Kind hat mehr Einfluss auf die Partnerwahl, als vielleicht bisher angenommen. Viele von euch stellen sich immer die gleiche Frage: Bin ich wertvoll?

Bei der Partnerwahl zieht dich eine Kraft dann immer dahin, wo das ganze Kindheitstrauma noch mal erlebt und verarbeitet werden kann. Doch dein vermeintlicher Traumprinz kennt auf deine Fragen auch keine Antworten und verstärkt den erlebten Schmerz noch mehr.

Das Problem ist jedoch nicht der Mann, er ist nur der Auslöser. Die Wurzel des Problems liegt nicht in ihm, sondern in dir. Es mag blöd klingen, aber du bist die Person, auf die du immer gewartet hast. Die Energie die du in deine Liebesbeziehungen steckst, solltest du in dich stecken. Es können noch so viele Partner kommen. Solange du dir selbst nicht die Liebe gibst die du verdienst, wird es kein anderer tun. Du bist die Veränderung, die du in deinem Leben brauchst.

Gönne dir Auszeiten.

– Du bist der Mittelpunkt in deinem Leben, nicht dein Partner.

– Ertappst du dich beim Klammern sag dir selbst: Gesunde Liebe ist nicht zwanghaft!

-Tritt mal auf die Bremse, nicht aufs Vollgas. Wenn alles danach schreit ihm hinterherzurennen, erinnere dich an die Bremse und tu das Gegenteil. Du bist mehr WERT!

– Hör auf zu warten. Such dir etwas, dass dich glücklich macht. Fang an zu stricken, lern eine neue Sprache, schreib einen Blog 😉 Du hast deine eigenen Projekte in die du deine Energie stecken kannst.

-Verbrenne dich nicht an einseitiger Liebe. Ein Herz welches nicht genauso fühlt wie deins, bleibt unerreichbar. Liebe ist zwanglos.

Merke: Kein Mann der Welt kann die Leere füllen die du fühlst, auch wenn er es noch so sehr wollte. DU musst die Leere in dir füllen.

Und jetzt steh auf und mach dir eine Liste mit Projekten die du unbedingt angehen willst. Du füllst dein Leben mit tollen Ideen, kein anderer. Kopf hoch, Krone richten, weiter geht’s!

Du wirst merken, dass es sich bald selbstverständlich anfühlen wird sein eigenes Projekt zu sein. Und vergiss dabei nicht, dass du alleine die Veränderung bist, die dein Leben grade braucht! Und jetzt sag Tschööööö zu all den (Voll-) Horsten! Haltet die Ohren steif meine Ladies :-*

Einer liebt immer mehr…

Einer liebt immer mehr! Über diesen Satz sollte man mal nachdenken, ihn sich auf der Zunge zergehen lassen. Es fängt bereits beim Kennenlernen an. Meistens beginnen in dieser Phase die ersten „Interessens-Spielchen“. Wer schreibt wem zuerst? Wer meldet sich wie lange nicht und wer steht eigentlich mehr auf wen?
Kommt es einem ausgeglichen vor, dann hat man es geschafft. Wenn sich in 95 % aller Fällen schon rauskristallisiert wer mehr bereit ist zu investieren oder zu geben, dann hat man in den anderen 5 % den Jackpot getroffen, wenn man zu den Gewinnern gehört, bei denen das Interesse als ausgeglichen gilt.
Entwickelt sich das Interesse als ausgeglichen, so kann man dir gratulieren. Anfangs jedenfalls.
Auch wenn es sein kann, dass dein Held dir anfänglich den Hof macht, kann die Situation genauso schnell wieder kippen.
Wir Frauen neigen dazu uns auf Liebe und Beziehung als notwendiges Lebenselixier zu fixieren. Wir haben es irgendwie in einem unserer Urinstinkte verankert uns in die Falschen zu verlieben. Beziehugsunfähige, drogenabhängige, arbeitslose, weitwegwohnende, gefühlskrüppelige, vergebene Helden, oder eine Kombination aus diesen Typen. Kurz gesagt einfach Männer die garantiert nicht in der Lage sein werden unsere Wünsche nach Stabilität und Geborgenheit zu erfüllen. Zumindest dann nicht mehr, wenn es definiert sein soll.
Doch warum suchen sich Frauen immer wieder solche Männer und würden für ein bisschen Liebe von diesen alles tun? Wieso verkauft man sich unter Wert und macht sich kleiner als man eigentlich ist? Warum führt diese Sehnsucht nach falscher Liebe oft zu Besessenheit bis hin zu Depression und gleicht einer Liebessucht? Dieser häufig vorkommenden Sucht möchte ich in diesem Artikel auf die Spur gehen.

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Seit ich über Männer nachdenken kann, rätseln Frauen über das angeblich unlogische Verhalten männlicher Erdbewohner. „Er will es sicher langsam angehen lassen, er hat Angst verletzt zu werden, er macht eine schwere Phase durch, wenn die zu Ende ist, entscheidet er sich für mich, trennt sich, heiratet mich, liebt mich…“

Alles Quatsch! Zeitverschwendung!!!
Fakt ist: Wer einen will, lässt es einen auch wissen. Sonst steht er wohl nicht 100 % auf dich. Schluss mit schmachten und warten, es wird Zeit die Liebessucht zu bekämpfen.

Warum hast du dieses Talent dich selbstzerstörerisch aufzugeben und dich vom einen Drama in das nächste Unglück zu stürzen? Was hat Masochismus und Selbstverletzung mit Liebe zu tun? Fakt ist, dass Liebe (aufrichtige Liebe) viel zu oft verwechselt wird. Liebessüchtige denken oft, dass die Intensität der Liebe nur am eigenen aufopferungsvollen Leiden gemessen werden kann. Je mehr man für eine Beziehung leidet, desto größer muss die angebliche Liebe sein. Denn würden wir den Traumprinzen nicht so sehr lieben, würden wir uns unter dem Verlust oder der Abwesenheit des Helden nicht so leiden. Je weiter die Liebe entfernt ist, desto mehr wird gelitten, weil es ohne diese Liebe einsam, verlassen und traurig scheint. Je stärker das Leid, desto höher die Abhängigkeit.
Frauen die unter der Liebeskrankheit leiden haben einen beachtlich langen Atem. Würden sie mit diesem Atem einen Marathon laufen, hätten sie Spitzenzeiten. Auch das auserwählte Mannbild scheint sich immer zu wiederholen. Sind es doch meistens die gleichen Typen Mann die dein Herz im Sturm erobern.

– Männer, die sich unerreichbar geben
– Männer, die von sich selbst behaupten beziehungsunfähig zu sein
– Männer, die das Gefühl vermitteln alles außer dir ist wichtig
– Männer, die den Anschein erwecken nur SIE können dich glücklich machen
– Männer, die oft selber von der Liebe enttäuscht/verletzt wurden
– Männer, die gebunden sind
– Gefühlskrüppel
– Männer, die das Helfersyndrom auslösen

Warum brauchst du dieses Drama? Warum redest du dir ein ihn haben zu müssen um glücklich zu sein?
Mal wieder hast du so eine Sorte Mann geangelt und bekommst panische Angst davor ihn zu verlieren, noch bevor es mit euch angefangen hat. Auch der Ablauf eurer Beziehung ist dir bereits vorher vollkommen bekannt.

Phase 1: Himmel voller Geigen

Du befindest dich im 7. Himmel, es könnten nicht mehr Schmetterlinge im Bauch sein. Endlich ist er da, der Richtige. Alles wird nun anders als je zuvor. Du hast die große, wahre Liebe endlich gefunden.

Phase 2: Fixierung

Der Sex ist der Hammer und ihr schwimmt auf der gleiche Wellenlänge. Du willst ihn vermehrt sehen und treffen. Auch eine feste Bindung kommt dir in den Sinn.

Phase 3: Erster Frust

Du bist nun zum ersten Mal frustriert, denn er gibt sich weniger Mühe als du. Du fängst an Forderungen zu stellen und hast plötzlich Erwartungen die enttäuscht wurden. Du vernachlässigst deine eigenen Interessen, denn plötzlich ist nichts wichtiger als ER!

Phase 4: Antriebslosigkeit

Die erste antriebslose Phase setzt ein. Du fragst dich, ob du eine leichte Depression hast. dein Held hat sich derweilen zurückgezogen und meldet sich weniger als anfänglich. Du hoffst noch immer, dass er sich bald öffnet und Gefühle zeigt. Langsam verspürst du erste Unsicherheiten über seine Gefühle zu dir. Deine Bedürfnisse von Kontrolle und Spionage wachsen.

Phase 6: Agggggggression

Du kannst deine Enttäuschung und Wut nicht mehr kontrollieren. Dein Leben ist traurig und verlassen. Dein Held beendet eure Beziehung.

Phase 7: Teufelskreis

Du kennst die Situation. Schließlich war sie dir auch schon vor deinem Held bekannt. Du versuchst ihn zurückzugewinnen, flehst ihn an, dass er euch eine Chance geben soll. Er sagt, dass er das zur Zeit nicht kann. Er müsse sein Leben erstmal sortieren und in die richtige Bahn bringen. Und was machst du? Du bist so dumm und rennst ihm noch hinterher. Du bist so verzweifelt, dass er dich verlassen hat, dass du ihn anflehst seine Entscheidung auf jeden Fall zu überdenken.

Ganz ehrlich, wenn Liebe anfängt so weh zu tun, weil einer mehr liebt als der andere, solltest du gehen. Die Liebe ist auch mit einem solchen Partner einsam, da der Wunsch nach Verbindlichkeit immer unerfüllt bleiben wird.
Warum im Wartezimmer sitzen? Du gehörst nicht auf’s Abstellgleis. Geh deinen Weg, nicht seinen. Du hast es in der Hand und die Wahl dich für einen Weg zu entscheiden. Mach dich nicht ständig kleiner als du eigentlich wirklich bist. Alles was sich abspielt passiert nur solange du es zulässt. Auch wenn deine Vergangenheit dich gefickt hat, die Gegenwart und Zukunft entscheidest du.
Was das innere Kind und unser Helfersyndrom damit zu tun hat und wie man aus der Liebessucht rauskommt könnt ihr bald im zweiten Teil lesen. Bis dahin lasst euch nicht unterbuttern. Selbstschutz und Selbstwert heißt das Zauberwort. Wir sind keine Jamba-Tassen die es nötig haben zu sagen: „Immer 2 Mal mehr wie du….“

Überall Bärte, doch nirgends ein Mann!

CYMERA_20150128_165015Männer sind doch wirklich die neuen Frauen. Ist Euch auch schon aufgefallen, dass Männer immer weicher und Frauen immer härter werden? Auf dem Single-Markt sowie in Beziehungen macht man immer mehr dieser Entdeckungen. Sei es, dass der Kerl von der letzten Party neulich total zickig war, weil Ihr euch erst so spät gemeldet habt, Männer plötzlich verstärkt darauf achten, dass Sex auch NUR mit Liebe gemacht wird, oder eine Reihe Männer jetzt auch Leggings trägt. Fakt ist, es hat sich etwas verändert! Du blickst dich als Single draußen auf der Straße um und denkst: „Überall Bärte, doch nirgends ein Mann„.

Warum sind aus den starken, beschützenden, selbständigen Männern plötzlich solariumgebräunte, augenbrauenzupfende Jungs geworden, die zum Date zu spät kommen, weil das Haare glätten nicht so gut lief wie sonst und die Haare diesmal nicht perfekt lagen? Liegt das etwa an der Emanzipation? Immerhin haben wir den Männern die letzten 30 Jahre beigebracht, dass sie mehr auf uns eingehen müssen, einfühlsamer sein sollen und auch mal im Haushalt mithelfen müssen. Wir haben ihnen gesagt, dass sie nicht immer den Ton angeben müssen und auch sie Verantwortung für ihre Kinder tragen sollen.

Heute blicken wir bei unseren Dates auf einen Typen der mit seinem Vollbart und seinem karierten Holzfäller-Hemd aussieht wie die AUSGEBURT der Männlichkeit, aber dessen goldenes Smartphone direkt neben seinem Soja-Latte liegt, während er an seinem Tofu Burger nascht. Da ist es fast schon peinlich, dass wir das gleiche Handy besitzen, ein Bier bestellt haben und uns bemühen, dass unser Burger mit extra Bacon nicht aus dem Mund fällt. Wie oft ist es meinen Mädels nach ihren letzten Dates passiert, dass sie ständig mit SMS bombardiert wurden und nur weil sie ein paar Stunden zum Antworten brauchten  direkt „???“ auf dem Handy-Display aufblinkten. Hatte man sich darauf geeinigt, dass die ganze Sache etwas „lockeres“ sein sollte, musste der Kerl 2 Wochen später unbedingt über seine Gefühle reden und konnte Sex plötzlich nur noch mit Liebe haben. Manche hatten für belanglose Affären auch einfach den „Kopf nicht frei“. Meine Freundinnen hingegen sind in den letzten Jahren viel kühler und emotionsloser geworden was zwischenmenschliche Beziehungen anbelangt. Gibt es tatsächlich einen Wandel der Geschlechter? Sind wir Frauen mittlerweile die Machos, die, die den Ton angeben? Setzen wir Karriere mittlerweile als oberstes Ziel und können auf die Bedürfnisse unserer Partner nicht mehr eingehen?

Eigentlich haben wir uns so einen liebevollen Mann ja immer gewünscht. Männer sollen einfühlsam sein, aber nicht mit Weichspüler gewaschen. Er soll auf uns eingehen, aber dabei nicht in Röhren-Jeans neben uns sitzen. Ich persönlich habe ja das Gefühl, dass die Frauen gerne wieder weicher sein würden, weiblicher und sich einen starken Mann an ihrer Seite wünschen. Wie seht ihr die ganze Sache? Ist es nicht doch vorteilhaft, dass sich die Männer uns annähern? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Sind wir mit der Emanzipation zu weit gegangen?

 

 

Die Liebe geht in den Darm

IMG_3425„Die Liebe geht durch den Magen“, so lautet das Sprichwort. Nicht nur Dr. Eckart von Hirschhausen beschäftigt sich mit der Frage wohin die Liebe geht, wenn sie durch den Magen durch ist, auch ich möchte dieser Frage endlich auf den Grund gehen.

Fakt ist, zuerst ist die Liebe im Magen. Es sind diese wunderbaren Schmetterlinge im Bauch die uns den Tag erhellen und uns durch ein Wunderland voller Herzen und Glückseligkeit auf rosa Wolken führen. Ständig kribbelt es im Bauch, man ist aufgeregt, völlig schwerelos. Doch wann genau kommt die Wende? Was passiert wenn die Liebe nicht mit jeder einzelnen Zelle des Körpers verschmilzt? Was passiert mit der Liebe, wenn die Schmetterlinge verstummen?

Normalerweise ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Schmetterlinge im Bauch ca. 6 Monate. Die Schmetterlinge machen sich zu dem Zeitpunkt auf die Reise, wenn einem plötzlich die Macken des Partners auffallen. Es ist sein Zähne knirschen in der Nacht, die Betonung mancher Wörter, oder die Methode wie er seine Schuhe schnürt. Fand die Frau es am Anfang der Beziehung unglaublich beeindruckend mit wie viel Detail-Liebe ihr Freund den Tisch deckt, denkt sie sich nach einer gewissen Zeit, dass das alles viel zu lange dauert und sie es besser selber macht. Es sind die Ecken, die Kanten, die Marotten. Sie sind oft paradox, doch sie sind da und machen das Zusammenleben beinahe unerträglich. Entweder schaffen wir es mit diesen Marotten zu leben, denn wir sind ja auch nicht perfekt, oder auch diese Beziehung geht in die Hose. Die Liebe landet demnach im Darm. Oft passieren vorher viele große, oder kleine Dinge, die schwer verdaulich sind. Wir haben hart daran zu arbeiten und müssen schwere Kost zerlegen und oft verwandelt sich anfängliches Glück in einen fiesen, stinkenden Haufen voller Scheiße.

Es sind die folgenden Fragen die immer wieder auftreten:

-Kann ich damit leben?

-Passt mein Partner wirklich zu mir?

-Bin ich nur zu feige mich zu trennen, weil ich dann wieder von vorne anfangen muss?

Nein, STOP! Ja, es mag sein, dass sich die Liebe in einen Haufen stinkender Scheiße in unserem Darm verwandelt, wenn sie durch den Magen durch ist. Es mag aber auch sein, dass wir uns bitte einfach mal  zusammenreißen. Wir Frauen versuchen ständig unsere Männer zu erziehen und zu formen. Wann hören wir endlich auf mit dem Mist und lernen unseren Partner bedingungslos zu lieben und nicht ständig neue Bedingungen zu stellen?  Durch unsere Forderungen kommen irgendwelche Macken doch erst zum Vorschein. Jeder Mensch ist so, wie er ist. Er bewegt, redet, lacht, schläft, isst wie er verdammt nochmal ist. Und wenn du JETZT ein Problem damit hast wie dein Partner ist, dann bist du ein Vollidiot und hast diese einzigartige Person auch nicht verdient. Du bist sicher auch nicht perfekt und wie sehr würde es dich verletzen, wenn dein Partner die ganze Zeit an dir rumnörgelt und versucht dich zu „verbessern“? In einem gewissen rahmen ist es natürlich in Ordnung auch mal zu nörgeln, aber solltest du mit gewissen Eigenschaften deines Partners einfach nicht zurecht kommen, dann lass es. Man kann und soll Menschen nicht verbiegen. Wenn du also wieder kurz vorm Ausflippen bist, weil dein Freund im Kino so laut lacht, dass man es im Kino nebenan hört und er so laut schmatzt während er das Popcorn kaut, dann fass dir bitte auch an deine eigene Marotten-Nase. Wenn das Problemen so doll drückt, dass es jetzt raus muss, dann lass es raus. Frag dich aber bitte vorher ob das jetzt nötig war.  Natürlich werden am Anfang jeder Beziehung Grenzen getestet und das ist auch Ok. Kommst du auf die Marotten jedoch nicht klar, mach Schluß, oder nimm dir etwas Abstand. Meistens fällt einem durch etwas Abstand ja auf, dass der Traumprinz doch nicht so nervig ist und die guten Eigenschaften total überwiegen.

Falls das nicht der Fall sein sollte, press ihn raus, den Haufen Scheiße und lass ihn im Abfluss verschwinden. Die zweite Möglichkeit wäre, einfach mal zu chillen und über Unwichtigkeiten hinweg zu sehen. Denn wenn die Liebe mal nicht in die Hose geht, geht sie woanders hin.

Wenn die Liebe nicht im Darm landet, dann geht sie wohl ins Blut!  <3 

Virtuelles Kopfkino

DSC03601 (1)Ob Ex-Freund oder den aktuellen Freund – wir haben es alle schon getan. Den Partner bei WhatsApp gestalkt. 

Wohingegen es beinahe schon langweilig geworden ist bei Facebook zu stalken, bietet doch auch die Plattform WhatsApp genügend Platz für virtuelles Kopfkino.Wer von Euch – Hand auf’s Herz- hat’s schon mal getan? Aha, da fühlt sich ja doch die Eine oder Andere erwischt. Und das Schlimmste ist dabei das Kino im Kopf. 

Nehmen wir mal rein hypothetisch an, Ihr würdet Euren EX auf der oben genannten Plattform stalken. Schon alleine die Tatsache das er sein Profilbild geändert hat bietet genügend Potential für Gedanken die auftauchen. Euer Magen schnürt sich zusammen, Eure Knie zittern und Euer Herz rast. Und da ist sie auch schon, die Gedanken-Kotze in Eurem Hirn. Willkommen! 

„OMG! Seine Haare liegen auf dem Bild anders als sonst. Seine Haarsträhne zeigt in die linke Richtung, weil bestimmt von der rechten Seite ein Atemzug gekommen ist. Ahhh der Atemzug einer anderen Frau. Ahhh der Atemzug seiner NEUEN! Und  dieser Knick vorne in seinem Hemd zeigt, dass er dort eine Serviette stecken hatte. Bestimmt war das bei dem Dinner das sie eben hatten, bei dem er ihre Eltern kennenlernen durfte. Die Eltern fahren AUF JEDEN FALL das schwarze Auto im Hintergrund. Wir sind erst seit drei Wochen getrennt, er liebt eine Andere, er hat mich nie geliebt…ARSCHLOCH!!!!“

Und da ist er, der Lieblings-Gast in unserem Kino…Vorhang auf füüüüüüür…Trommelwirbel…Herr Liebeskummer…Bitte setzen Sie sich.

Wir Frauen provozieren diesen Stress aber nicht nur im EX-Partner-Bereich. Nein, auch bei unseren aktuellen Partnern bekommen wir gar nicht genug von den „tollen“ Filmen. Nur, dass das Genre immer bei Horror, oder Tragödie bleibt. Klassischer Schwarz-Weiss-Film eben.

Frau entdeckt dann, dass der Partner das letze Mal um 23:05 Uhr online war. Das ist komisch, denn da lag sie ja bereits mit ihm im Bett. Mit wem bitte schreibt der Kerl so spät und das auch noch wo man neben ihm liegt? Warum hat man das nicht mitbekommen? Und wer bekommst SOOOO spät noch eine Nachricht? Wer bitte ist Morgens um 7.00 Uhr so wichtig, dass der Kerl schon online war. Das ist doch die Zeit wo er ganz am Anfang eurer Beziehung immer Guten-Morgen-SMS geschickt hat. Wer bekommt jetzt diese SMS? Auf der Arbeit darf er nicht schreiben. Nur in der Pause, hat er gesagt. Warum ist er dann seit fünfzehn Minuten online und das im zehn Minuten Takt? Wer ist die ANDERE?

Nunja, Ladies: Lasst den Mist!!! Wir wissen doch alle, dass das was wir finden Anlass zu Streit und schlechtem Schlaf sein wird. Meistens gibt es doch viel zu viel Interpretationsfreiraum in unserem Hirn. Wir besitzen einfach zu viel von dieser kreativen Nutzfläche. Schaltet die Online-Funktion doch einfach aus und das virtuelle Kino gleich mit. So lebt es sich einfach leichter. Kummer macht auch Falten und gegen Falten können wir nicht auch noch kämpfen. Das müssen wir ja schließlich schon täglich gegen diese fiesen Kalorientierchen. Spart Eure Kraft dafür! 

 

Verbindliche Unverbindlichkeit – Achtung Virusgefahr!

diaryKennst du folgende Situation? Du gehst auf eine Party, lernst einen super schnuckeligen Typen kennen und verabredest dich danach ein paar Mal mit ihm. Bei den ersten Treffen versuchst du total „locker“ und „unverbindlich“ zu sein und hast das Gefühl du kommst gut an bei diesem Typ. Er scheint absolut begeistert von dir zu sein, schreibt dir sogar Abends kleine „Gute-Nacht-SMS“. Je vertrauter eure nächsten Treffen werden, desto glücklicher macht dich dann der lang ersehnte Satz von ihm: „Ich suche eigentlich auch nach etwas Festem, bisher war nur nicht die Richtige dabei.“ Dieser kleine Satz war für dich das klare Signal das du nun verbindlicher werden kannst. Immerhin seid ihr beide ja auf der Suche nach was Festem und der junge Mann war die letzten Tage ja so begeistert von dir, dass muss diesmal klappen. Doch je verbindlicher ihr werdet, desto unverbindlicher wird plötzlich er. Was soll eigentlich dieser Scheiß?

Als Gott den Mann schuf, schuf er wohl gleichzeitig das unheilbare Virus der Unverbindlichkeit! Eine unheilbare Krankheit die durch emotionale Obdachlosigkeit übertragen wird. Dieser Virus kann in verschiedensten Stufen auftreten:

Stufe 1:

Frau trifft Mann und Mann sagt von Anfang an er könne sich zur Zeit nicht binden und wolle daher nur etwas unverbindliches. Ladies, nur in sehr wenigen (prozentual kaum nachweisbaren) Fällen verliebt sich der Kerl trotzdem. Also besser Finger weg, ihr seid nicht die, die alles ändert! Meistens jedenfalls nicht!!!

Stufe 2:

Frau trifft Mann und beide einigen sich auf Alles kann, Nichts muss! Der Mann ist zunächst fabelhaft und überhäuft die Frau mit Komplimenten und Aufmerksamkeiten. Die Frau fängt an sich emotional einzulassen und plötzlich zieht sich der Mann zurück. Auf einmal geht er lieber zum Fußball Sonntags und war zu müde noch eine „Gute-Nacht-SMS“ zu senden. Was ist passiert? Richtig! Die Frau ist verbindlich geworden.

Stufe 3:

Frau trifft Mann und sie werden ein Pärchen. Der Mann schafft es jedoch nicht seine Unverbindlichkeit abzulegen und vernachlässigt seine Freundin. Er sieht sich als Priorität und seine Freundin als Option. Sie trennen sich irgendwann.

 

Die Stufen sollen natürlich keine Verallgemeinerung darstellen. Es gibt bestimmt auch wenige Frauen die diesem Virus verfallen sind und möglicherweise auch ein paar tolle Männer die „geimpft“ dagegen sind. Doch woher kommt er nun, dieser Drang sich nicht zu verpflichten?

Nicht ohne Grund gibt es das neue Beziehungsbild des Mingles. Es ist mehr als eine Freundschaft mit Sex und weniger als eine feste Beziehung. Man hat quasi alle Vorteile die eine Beziehung bietet und muss keine Haftung dafür tragen, weil man jederzeit die Notbremse ziehen kann und sagen kann: Ich gehe! Muss man demnach erst unverbindlich sein um Verbindlichkeit zu bekommen?

Solltest Du einige Symptome der Unverbindlichkeit erkennen gebe ich dir einen Tipp: Mach Schluss! Auch wenn du denkst du hast die goldene Pussy- die hast du nicht Schätzchen. Denn wer auf der Suche nach dieser Liebe ist, der sollte doch verbindlich sein dürfen. Der sollte doch das Recht haben eine Verabredung in 2 Wochen fest planen zu dürfen. Der sollte doch das Recht haben, seine Meinung offen kundgeben zu dürfen und auch mal zickig zu sein.  Es geht dabei ja nicht um Freiheitsraub, sondern um Sicherheit. Wer lieben will, lässt Verbindlichkeit gerne zu!