Überall Bärte, doch nirgends ein Mann!

CYMERA_20150128_165015Männer sind doch wirklich die neuen Frauen. Ist Euch auch schon aufgefallen, dass Männer immer weicher und Frauen immer härter werden? Auf dem Single-Markt sowie in Beziehungen macht man immer mehr dieser Entdeckungen. Sei es, dass der Kerl von der letzten Party neulich total zickig war, weil Ihr euch erst so spät gemeldet habt, Männer plötzlich verstärkt darauf achten, dass Sex auch NUR mit Liebe gemacht wird, oder eine Reihe Männer jetzt auch Leggings trägt. Fakt ist, es hat sich etwas verändert! Du blickst dich als Single draußen auf der Straße um und denkst: „Überall Bärte, doch nirgends ein Mann„.

Warum sind aus den starken, beschützenden, selbständigen Männern plötzlich solariumgebräunte, augenbrauenzupfende Jungs geworden, die zum Date zu spät kommen, weil das Haare glätten nicht so gut lief wie sonst und die Haare diesmal nicht perfekt lagen? Liegt das etwa an der Emanzipation? Immerhin haben wir den Männern die letzten 30 Jahre beigebracht, dass sie mehr auf uns eingehen müssen, einfühlsamer sein sollen und auch mal im Haushalt mithelfen müssen. Wir haben ihnen gesagt, dass sie nicht immer den Ton angeben müssen und auch sie Verantwortung für ihre Kinder tragen sollen.

Heute blicken wir bei unseren Dates auf einen Typen der mit seinem Vollbart und seinem karierten Holzfäller-Hemd aussieht wie die AUSGEBURT der Männlichkeit, aber dessen goldenes Smartphone direkt neben seinem Soja-Latte liegt, während er an seinem Tofu Burger nascht. Da ist es fast schon peinlich, dass wir das gleiche Handy besitzen, ein Bier bestellt haben und uns bemühen, dass unser Burger mit extra Bacon nicht aus dem Mund fällt. Wie oft ist es meinen Mädels nach ihren letzten Dates passiert, dass sie ständig mit SMS bombardiert wurden und nur weil sie ein paar Stunden zum Antworten brauchten  direkt „???“ auf dem Handy-Display aufblinkten. Hatte man sich darauf geeinigt, dass die ganze Sache etwas „lockeres“ sein sollte, musste der Kerl 2 Wochen später unbedingt über seine Gefühle reden und konnte Sex plötzlich nur noch mit Liebe haben. Manche hatten für belanglose Affären auch einfach den „Kopf nicht frei“. Meine Freundinnen hingegen sind in den letzten Jahren viel kühler und emotionsloser geworden was zwischenmenschliche Beziehungen anbelangt. Gibt es tatsächlich einen Wandel der Geschlechter? Sind wir Frauen mittlerweile die Machos, die, die den Ton angeben? Setzen wir Karriere mittlerweile als oberstes Ziel und können auf die Bedürfnisse unserer Partner nicht mehr eingehen?

Eigentlich haben wir uns so einen liebevollen Mann ja immer gewünscht. Männer sollen einfühlsam sein, aber nicht mit Weichspüler gewaschen. Er soll auf uns eingehen, aber dabei nicht in Röhren-Jeans neben uns sitzen. Ich persönlich habe ja das Gefühl, dass die Frauen gerne wieder weicher sein würden, weiblicher und sich einen starken Mann an ihrer Seite wünschen. Wie seht ihr die ganze Sache? Ist es nicht doch vorteilhaft, dass sich die Männer uns annähern? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Sind wir mit der Emanzipation zu weit gegangen?

 

 

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